MATA-MATA

In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist der Mittelstand eine große Schicht der Bevölkerung. Diese fehlt in Uganda fast gänzlich. Es gibt kein funktionierendes Geflecht aus Handwerksleistungen und Handwerksberufen mit Ausbildungsmöglichkeiten für weitere Generationen von Schülern, die für eine entsprechende Wirtschaftskraft sorgen können. Dies ist aber für einen gesunden Wirtschaftskreislauf und für eine gesunde Weiterentwicklung einer Bevölkerungsstruktur enorm wichtig.

Mehrere tausend junge Menschen fallen jedes Jahr allein in Karamoja durch ein mangelhaftes Schul- und Ausbildungssystem in ein Nichts und werden durch nichts aufgefangen. Unser Projekt MATA-MATA, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Vielen Dank-Vielen Dank“, wird an Problemfeldern ansetzen und vielen jungen Menschen dabei helfen, eine zuversichtlichere Zukunft zu erschaffen.

Im Rahmen des Projektes wird das langfristige Ziel “Hilfe zur Selbsthilfe” verfolgt: Den Menschen in Karamoja dabei zu helfen, die Lebensgrundlagen selbst beschaffen zu können.

Der erste wichtige Schritt ist es die Mobilität in Karamoja zu verbessern, da die Normadenvölker auch heute noch Kilometer weite Strecken zu Fuß gehen müssen und keine richtigen Fortbewegungsmittel besitzen. Daher haben wir mit “Make a Move” einen excellenten Kooperationspartner. Sie unterstützen benachteiligte Menschen und Gemeinden im globalen Süden durch nachhaltige Transportmittel, insbesondere Fahrräder. In Zusammenarbeit mit “Make a Move” ist es unser Ziel, die Bewohner von Karamoja mit Fahrrädern auszustatten, da Mobilität in jeder Lebenslage eine wichtige Rolle spielt ob privat oder im Arbeitsleben. Damit Sie ihre Fahrräder selber herstellen und reparieren können, soll eine Werkstatt in Karamoja, auf dem bereits gekauftem Land errichtet werden. Außerdem würde diese Werkstatt gleichzeitig handwerkliche Arbeitsplätze schaffen.

Nach dem die Mobilität verbessert wurde, ist der Grundstein für weitere handwerkliche Berufe gelegt. Von dort an sollen auf den bereits gekauften 100.000qm großem Grundstück, weitere Berufsmöglichkeiten erschaffen werden, wie z.B. Bäcker, Metzger oder Landwirte. Die ihre Prdoukte dann aufgrund der besseren Mobilität zu den jeweiligen Verkaufstellen transportieren und somit ihr Geld verdienen, aber auch sich selbst Versorgen können.

Sobald die Berufsmöglichkeiten in Karamoja verbessert sind, wird das Ziel verfolgt eine „Lebens-Lern-Schule“ zu errichten. Im Vordergrund der „Lebens-Lern-Schule“ steht natürlich die Bildung der Kinder. Sie sollen hier nicht nur die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung genießen, sondern auch in handwerklichen Berufen fortgebildet werden. Workshops für Berufe wie z.B. Bäcker, Metzger, Landwirt, Dachdecker, Maurer und weitere werden hier künftig angeboten. Ein klassisches Ausbildungssystem für diese Berufe gibt es in Karamoja nicht.

Diese Workshops können die Talente der einzelnen Kinder zum Vorschein bringen und ihnen somit die Aussicht auf einen Beruf in einer sichereren Zukunft bieten. Direkt neben unserem Grundstück befindet sich eine Grundschule. Mit dieser kooperieren wir, so dass die Kinder nach der Grundschule die Chance haben sich auf der Lebens-Lern-Schule weiter fortzubilden und auf ihrem Weg ins Arbeitsleben unterstützt werden.

Es spielen unter anderem Freizeitaktivitäten eine besonders große Rolle. Es sollen ein Fußball- und ein Basketballplatz sowie weitere Spielplätze errichtet werden. Somit wird für die Kinder neben dem Lernen der perfekte Ausgleich durch Bewegung und Spaß geboten.

Voraussetzung für die „Lebens-Lern-Schule“ und Workshops aller Art ist der Bau der Schule, die Anschaffung der Gerätschaften sowie das notwendige Know-how der Lehrer und Ausbilder.

Seien Sie dabei und unterstützen uns auf dem Weg, der Jugend in Uganda eine bessere Perspektive zu schaffen! Jede Unterstützung zählt.