Über Zebracrossing e.V.

Der Verein Zebracrossing e.V. wurde gegründet, nachdem Luisa Natiwi im Februar 2004 in Berlin an der Auftaktveranstaltung zum Afrikaschwerpunkt „Africome“ der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen hatte.

Luisa Natiwi wurde in der Provinz Karamoja im Nordosten Ugandas geboren und kennt die Problematik des Landes. Sie war die erste Karamajong, die eine Missionsschule besuchen und daraufhin eine Ausbildung zur Lehrerin absolvieren durfte. Diese Schicksalswendung war und ist für sie Motivation und Ansporn zugleich. Sich für Menschen einzusetzen, denen es aus eigener Kraft unmöglich ist, ihrem eigenen Leben unter den schwierigen Lebensverhältnisse in Uganda eine glückliche Wendung zu geben.

Zebracrossing e.V. hat sich das klare Ziel gesetzt, Perspektiven für die Einwohner Karamojas zu schaffen. Im Vordergrund der Arbeit steht das schaffen von beruflichen Perspektiven. Daher verfolgt man das langfristige Ziel eine “Lebens-Lern-Schule zu errichten.

Das Grundstück mit einer Grundfläche von 100.000qm wurde bereits von Zebracrossing finanziert und gekauft.

Wir arbeiten unter dem Motto: „Gib uns eine Angel statt 1000 Fische, damit wir selber für uns sorgen können!“

Luisa Natiwi

Präambel

Als Resultat langfristiger ethnopolitischer Konflikte und verschiedener Hürden bei der nationalen und internationalen entwicklungspolitischen Förderung liegt die Karamoja-Region im Nord-Osten Ugandas weit unter dem ohnehin als niedrig kategorisierten Niveau der menschlichen Entwicklung des Landes. Neben dem grundsätzlichen Mangel an natürlichen Ressourcen und persistenter ethnischer Konflikte unter den Bevölkerungsgruppen lokaler und angrenzender Regionen tragen wiederholte Hungerkatastrophen zur Verschärfung der Lage bei. Über die traditionellen Wirtschaftsformen der Viehhaltung und einfacher Landwirtschaft hinaus existiert innerhalb der Region aufgrund fehlender institutionalisierter Ausbildungsmöglichkeiten kein funktionierendes Netz aus Handwerksleistungen und Handwerksberufen. Um eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen, möchte der Verein „Zebracrossing e.V.“ genau hier wirken und mit deutscher Expertise ein lokales Ausbildungszentrum für handwerkliche Berufe gründen. Der Verein handelt nach dem Motto:

„Gebt den Menschen eine Angel statt 1000 Fische, damit sie selbst für sich sorgen können“


§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen „Zebracrossing e.V.“

2. Der Verein hat seinen Sitz in Hamburg und ist im Vereinsregister eingetragen.

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 Ziele und Aufgaben des Vereins

1. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar ge-meinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2. Der Zweck des Vereines besteht in der Gründung, dem Bau und dem nachhaltigen Betrieb einer Berufsschule in der Karamoja-Region des Landes Uganda. Nach dem Vorbild des deutschen dualen Ausbildungssystems sollen hier neben theoretischem Wissen insbesondere praktische Fähigkeiten vermittelt werden, die die Grundlage für die zukünftige Ausübung bestimmter Handwerksberufe bilden. Das zum Datum der Gründung des Vereines nur marginal ausgeprägte Netz aus Handwerksleistungen und Handwerksberufen in der Karamoja-Region soll durch den Betrieb der Schule stärker ausgeprägt werden und so die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe schaffen.


§ 3 Steuerbegünstigung und Mittelverwendung

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in ers-ter Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwen-dungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Hiervon betroffen sind alle Organe des Vereins.


§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen.

2. Über die Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand nach schriftlicher Beantra-gung durch den Antragssteller.

3. Gegen die Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht der Bewerberin bzw. dem Bewerber die Anrufung der Mitgliederversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet.

4. Der Verein besteht aus aktiven bzw. ordentlichen Mitgliedern und Ehrenmit-gliedern. Zum Ehrenmitglied werden Mitglieder ernannt, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben. Hierfür ist ein mehrheitlicher Beschluss der Mitgliederversammlung erforderlich.


§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod oder Auflösung der juristischen Person oder natürlichen Person.

2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied und muss mit einer Frist von einem Monat jeweils zum Ende des Geschäftsjahres erklärt werden.

3. Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung sat-zungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens einem Jahr.

4. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Anrufung der Mitgliederversammlung zu, die schriftlich bin-nen eines Monats an den Vorstand zu richten ist. Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen des Vereins endgültig.


§ 6 Beiträge

1. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben.

2. Diese sind die regelmäßigen Beiträge (Jahresbeitrag), eine erforderlichenfalls festzusetzende Aufnahmegebühr und außerordentliche Beiträge (Umlagen).

3. Über die Höhe der regelmäßigen Beiträge und deren Fälligkeit bestimmt die Mitgliederversammlung.

4. Über die Notwendigkeit, Höhe und Fälligkeit von Aufnahmegebühr und Umla-gen entscheidet die Mitgliederversammlung.


§ 7 Organe des Vereins

1. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.


§ 8 Mitgliederversammlung

1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung.

2. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Be-richte des Vorstandes, Wahl der Kassenprüferinnen bzw. Kassenprüfer, Fest-setzung von Beiträgen und deren Fälligkeit, Beschlussfassung über die Ände-rung der Satzung und Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

3. Zur ordentlichen Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens vier Wochen vorher schriftlich eingeladen. Sie tagt so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Aufgabe der Einladung bei der Post unter der letzten dem Verein bekannten Mitgliedsadresse oder der Ver-sand einer Email.

4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn sie min-destens 25 % der Mitglieder unter Angabe von Gründen verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung ta-gen.

5. Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens zwei Wochen vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.

6. Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.

7. Die Mitgliederversammlung wird in der Regel von einem Vorstandsmitglied geleitet. Der Versammlungsleiter initiiert die Wahl eines Protokollführers.

8. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Ihre Beschlüsse werden mit einfacher Stimmen-mehrheit gefasst. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden. Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins können nur mit einer Mehrheit von 66% der anwesenden Mitglieder beschlossen wer-den.

9. Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekom-men erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.


§ 9 Vorstand

1. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus der bzw. dem 1ten und 2ten Vorsitzenden und der Schatzmeisterin bzw. dem Schatzmeister, wobei ein Vorstandsmitglied mehrere Ämter wahrnehmen kann. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam.

2. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden.

3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Wiederwahl ist zulässig.

4. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amts-zeit im Amt, bis Nachfolger gewählt worden sind.

5. Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstand.


§ 10 Kassenprüfung

1. Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von einem Jahr eine Kassenprü-ferin bzw. einen Kassenprüfer. Die Kassenprüferin bzw. der Kassenprüfer darf nicht Mitglied des Vorstandes sein.2. Eine Wiederwahl ist zulässig.


§ 11 Förderordnung

Zur Durchführung der Satzung kann der Vorstand Ordnungen erlassen, insbesondere eine Geschäftsordnung sowie eine Ordnung für die Durchführung des Schulbetriebs. Die Ordnungen werden mit einer Mehrheit von 2/3 der Mitglieder des Vorstands beschlossen.


§ 12 Auflösung des Vereins

1. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstig-ter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an „Viva con Agua de St. Pauli e.V.“, der es unmittelbar und ausschließlich entsprechend seiner Satzung in Uganda zu verwenden hat.

2. Sollte sich der Verein „Viva con Agua de St. Pauli e.V.“ zwischenzeitlich aufge-löst haben, fällt das Vermögen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder einen anderen steuerbegünstigten Verein, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke mit Bezug zu Uganda zu verwenden hat.